St. Peter und Paul

Altar, Ambo, Tabernakel, Ewiges Licht, Taufort, Osterleuchter, Sedilien

St. Peter und Paul Reute

Auftraggeber: Bischöfliches Ordinariat, Rottenburg am Neckar
Fertigstellung: Dezember 2017

Die Farbigkeit des barocken Kirchenraums mit seinen illusionistischen Decken- und Wandgemälden findet sich im Altarkörper als Kulminationspunkt wieder. Dabei handelt es sich beim Altar im Gegensatz zu den Malereien nicht um eine zweidimensionale Bildfläche sondern um einen Körper aus farbigem Beton. Vergleichbar der barocken Auffassung, Raumgrenzen durch Lichtführung, Malerei und Stuckarbeiten aufzulösen, stellt der Altar ein bildhaftes illusionistisches Element, ein Stück Stein gewordenen Himmelsraum dar.

Der Tabernakel steht im Chorraum solitär unter dem großen Hochaltarblatt des Kremser Schmidt. Eine vertikale Säule wird mit einer horizontalen Fläche unterteilt. Darüber schwebt der Tabernakel. Insgesamt ergeben Tabernakel und Stele eine Kreuzform oder den Gestus einer Figur mit weit ausladenden Armen.

Die Gestaltung des Altars ist ein Bild für die visionäre Sicht der seligen Elisabeth Achler.Die elliptische Grundform erinnert an eine Dose, ein Behältnis. Immaterielles findet einen Entsprechung im Hier und jetzt. Eine in Form gegossene Wolkenform, die einen feststehenden Altar bildet „der Jesus Christus, den lebendigen Stein (Petr 2,4 vgl. Eph. 2,20) deutlich und dauerhaft bezeichnet.“ * steht für die Visionen der Elisabeth Achler – die bis heute in ihrer Wallfahrtskirche sichtbar sind.