full house

Ziviljustizzentrum Würzburg

Auftraggeber: Staatliches Bauamt Würzburg
Architekt: Staatliches Bauamt Würzburg
Fertigstellung: Sommer 2010

Auf der Freifläche des neuen Justizzentrums ergibt sich eine halbrunde Rasenfläche von ca. 30 Metern Durchmessern. Azentrisch zum Mittelpunkt positioniert, baut die Skulptur Full House einen Spannungsbogen zur Rundung des Erweiterungsbaus auf. Full House ist eine Skulptur im öffentlichenRaum im klassischen Sinne, architektur- und raumbezogen und dauerhaft in Material und Verarbeitung.  Wie ein aufgefächertes Kartenspiel aus zehn Elementen breitet sie sich auf der Rasenfläche aus, sie verändern sich zueinander, die Ausschnitte und Ausklappungen verdrehen und verschieben sich sukzessive – so entsteht Dynamik in der kettenartig verschränkten Struktur.

Begriffe wie Dynamik, Verkettung und labile Gleichgewichtsverhältnisse tauchen auch im Alltag aller Beteiligten dieses Justizzentrums immer wieder auf. Die gewissenhafte Fakten- und Aktenprüfung – kombiniert mit zielorientiertem Austarieren von Verhältnissen und Verhältnismäßigkeitenist durchaus dem kreativen Prozess vergleichbar, in dem die Gleichgewichtsverhältnissevon Skulpturen wie Full House ermittelt werden. Im Prozess – im laufenden Verfahren werden im übertragenen Sinne »die Karten auf den Tisch« gelegt – zur Einsicht für die Schiedsinstanzen Strafgericht – Amtsgericht: zur Prüfung, Gewichtung und Bewertung.Und obwohl es Sieger und Verlierer in diesem Spiel des Lebens gibt – steht immer noch die Möglichkeit einer Revanche im Raum.