DNA

Klinikum Forchheim

Auftraggeber: Vereinigte Püntner Stiftungen, Forchheim
Architekt: Rappmannsberger, Rehle und Partner, München
Fertigstellung: August 2006

Wie zwei Knäuel am Ende eines verschlungenen Fadens verdichtet sich eine Linie aus Stahlprofil zu zwei Körpern, zwei Würfeln. Assoziationen an DNS Stränge an die Teilung und Neuorientierung von Chromosomensträngen tauchen auf. Die Linie schwingt sich schwerelos wie im Reagenzglas durch den offenen Luftraum des Innenhofs. Der eine Körper bildet die Form, das Volumen von innen nach außen, wie ein Wollknäuel, der andere umschreibt das gleiche Volumen als Hüllform.

Diese komplementäre Vorgehensweise zur Beschreibung lässt sich auch auf die unterschiedlichen Ansätze im Gesundheitswesen übertragen. Das Abwägen der unterschiedlichen Therapieansätze im Spannungsfeld zwischen ganzheitlichem Ansatz und analytischer Diagnostik wird bei jedem Patienten zu anderen Ergebnissen führen.

Die beiden Skulpturen sind Manifestationen eines Lebensstrangs, einer Linie die jeder Mensch durchlebt. Ereignisse wie Geburt der Kinder, Krankheit und Tod verändern das Leben nachhaltig und unwiderruflich. Plätze wie das Klinikum Forchheim werden Orte für diese Veränderungen sein.